Der letzte Arbeitstag

Dezember 19, 2008

Illustration aus dem Geldwäsche-Lernprogramm

Illustration aus dem Geldwäsche-Lernprogramm

Jetzt ist er wirklich da, der 19. Dezember, der letzte Arbeitstag im Praktikum. Ich kratze mein letztes Häufchen Motivation zusammen um das Lernprogramm zum x-ten Mal durchzutesten – mit dem Wissen, dass man einfach trotzdem immer wieder eine Kleinigkeit übersieht. Aber dazu sind ja die Kollegen da, um das Ganze gegen zu testen. Tja, wird ein eher gemütlicher Tag werden. Bin weder besonders glücklich, noch besonders traurig, dass es der letzte Tag ist. Sicher, ich habe mich gut mit den Kollegen verstanden und ich mags nicht gerne mich endgültig zu verabschieden. Aber manche Menschen begleiten uns halt nur ein kleines Stück des Weges, so ist das halt. Und in Zeiten von XING hab ich mich ohnehin schon mit den Kollegen „vernetzt“. Das ist schon ok so.

 

 

Morgen kommen meine Eltern. Nach Hause fahren werde ich aber erst am Sonntag. Schließlich möchten sie auch nochmal die Gelegenheit nutzen München ein wenig zu genießen. Ich freu mich zwar schon auf zuhause, aber es ist nicht so, dass ich auf der Stelle davonlaufen möchte. Ich lebe einfach in den Tag hinein – in die letzten paar Tage in München.

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Bayrisch für Anfänger:

auf’s Mai – auf den Mund
aufmandln – den Starken markieren
aufschbuin – musizieren
ausgschamd – ausgschamd
aizipfen – Geschlechtsverkehr haben
Boàndlgrama – der Tod
Brezngnedl – Teigkloß
Breznsoiza – dummer Mensch
ez, ezad – jetzt
gäi? – nicht wahr?
Gfui – Gefühl
Haxn – Bein
Minga – München
Mongschoàs – Rülpser
Niedaleng – erstaunt sein (‘ja, do legst de nieda’ – ‘das hätte ich nicht gedacht’)
oraidig – heruntergekommen, ekelhaft
Schnaid – Mut (‘Hosd an Schnaid?’ – ‘Traust du dir das?’)
wià d’Sau – außergewöhnlich, sehr
Wixgriffe – Hände
Zipfegladdscha – schlimmes Schimpfwort
www.bayrisch-lernen.de/wortschatz/wortschatz.html


Personalführung – ein nicht allzu leichtes Unterfangen

Dezember 15, 2008

Den Sinn eines Praktikums sehe ich nicht nur in der Tätigkeit allein sondern darin, einen Betrieb einmal hautnah zu erleben – und zwar alles, die Zeiten wo’s gut läuft aber auch die Probleme. In meinem Praktikum habe ich nicht nur vieles über die Aufbereitung eines Lernprogramms gelernt, auch das Thema Mitarbeiterführung und vor allem Kompetenz der Mitarbeiterführung war ein starkes Thema. Immer wieder kam unter den Mitarbeitern zur Sprache, dass sie an der Kompetenz der Geschäftsführung zweifeln, dass sie sich wünschen würden, anerkannt zu werden. An den Beschwerden der Kollegen konnte ich vieles erkennen, was tatsächlich falsch lief. Somit habe ich daraus gelernt, sollte ich einmal in eine Führungsrolle kommen ist es ganz wichtig hinter den Mitarbeitern zu stehen, eine Person zu sein, vor der die Mitarbeiter aufgrund ihrer Kompetenzen Respekt haben, eine Person zu sein, die Entscheidungen treffen kann, denn das macht die Führungsrolle ja aus. Außerdem sollte man – was eigentlich logisch klingt – etwas von dem Geschäftsbereich verstehen, in dem man arbeitet. Was logisch klingt ist aber weitem nicht so. Sonst würden nicht Fragen wie „Kann man eigentlich ein Lernprogramm auf eine CD brennen?“ von einer Führungsposition kommen. Solche Äußerungen führen bei den Mitarbeitern dazu den Respekt zu verlieren.

Jetzt, wo wir uns grade in der Weihnachtszeit befinden bleibt es auch seitens der Geschäftsführung nicht aus, sich den Mitarbeitern erkenntlich zu zeigen und ein frohes Weihnachtsfest zu wünschen. Leider artet das in meinem Fall in einem den beiden Seiten unangenehmen kurzen Treffen aus bei dem bei Punsch und Christstollen Smalltalk geführt wird. Schlimm, vor allem für die Weihnachtshasser, die Frage: „Und, was werden Sie an Weihnachten machen?“ Die Kollegen überlegen jetzt schon wie sie dieser Situation entkommen können. Darum möchte ich mir zu diesem Thema merken, dass man als Führungsperson versuchen sollte mit etwas Feinfühligkeit die Stimmung im Team zu erkennen. Vielleicht ist es so möglich den Mitarbeitern solche Treffen zu ersparen und sich anders erkenntlich zu zeigen. Natürlich sollte es gar nicht so weit kommen, dass sich unangenehme Gefühle breit machen, wenn man an ein Treffen mit dem Chef denkt.


Es geht in die letzte Runde!

Dezember 14, 2008

Jetzt ists wirklich soweit: Nur mehr eine Woche in München vor mir. Die letzen Wochen sind wirklich ziemlich schnell vergangen. Dieses WE wollte ich noch ausnützen um mit Hannes volles Weihnachtsmarktprogramm zu machen – haben wir auch getan. Erst waren wir am Mittelaltermarkt am Odeonsplatz wo ich meine Spezialgardarobe wieder etwas erweitert habe: Mieder und Bluse.

Bluse und Unterbrustmieder

Bluse und Unterbrustmieder

 Am späten Nachmittag fuhren wir dann zum Tollwood Festival auf dem sogar ich, wo ich einen guten Orientierungssinn habe, die Orientierung verlor. Gegen 20:00 Uhr wurde es dann von der Anzahl der Menschen die sich dort tummelten schon ziemlich unerträglich, darum beschlossen wir heimzufahren und es uns einfach gemütlich zu machen. Wir waren ohnehin “gschlaucht”.

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A gscheide Eierspeis zum Frühstück schadt net

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Am Tollwood-Festival - massiv viel los

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Da hat irgendjemand sein Bier verloren - heute in der S-Bahn

Vorher noch gschwind in die Cocktailbar in Unterhaching – aber dann gleich nach Hause. Dafür, dass ich am Freitag bei der Weihnachtsfeier gesungen habe, habe ich eine Gutschein für die Therme Erding erhalten. Weils nicht mehr allzu viele Möglichkeiten gibt den einzulösen während ich in München bin beschlossen Hannes und ich (na eigentlich nur ich) heute in die Therme zu fahren. War etwas menschenüberlaufen, aber trotzdem ganz nett und entspannend. Tja, ab in den Endspurt!

Meine Duettpartnerin, ich und ihre Mädls

Meine Duettpartnerin, ich und ihre Mädls


Mittelaltermarkt

Dezember 10, 2008

MittelaltermarktWar gestern am Mittelaltermarkt in der Nähe der Residenz. War in kleinerem Rahmen als ich mir vorgestellt hatte, was mich jedoch nicht davon abhielt mich durch die Essensständchen zu kosten. Da Steffi und Astrid noch nicht da waren besuchte ich auch noch einen zweiten Weihnachtsmarkt. Dort gabs einen Märchengarten mit einem Elch der bayrisch spricht und fragt: „Und? Habts eichan Wunschzettl ans Christkind scho gschriebn?…“ Hat mich gleich erheitert, vielleicht wars auch der Glühwein den i ma aufgrund der Kälte gach moi „obegstessn“ hab.

 

Habe gestern die ersten Grafikentwürfe für mein Lernprogramm bekommen. Haben mir sehr gut gefallen. Ich find sie witzig, aber doch seriös. Statt Menschen stellen wir nämlich Kegel dar, die je nachdem, einen Al-Capone-Hut oder ein Polizeikapperl tragen.

 

Heute werde ich nochmal ein paar Besorgungen für Weihnachten machen. Ich liebe es nach der Arbeit immer rüber ins Einkaufszentrum zu gehen und einen Schaufensterbummel zu machen. Das ein oder andere Kleid ist mir dabei schon in mein Einkaufssackerl, oder wie man hier sagt, in meine „Tüte“ gesprungen.

 

Juhu, Mittwoch!

Endlich Wochende *g*!

 

 


Tollwood Festival

Dezember 4, 2008

tollwood-sommerWer jetzt noch immer nicht alles beisammen hat, was er zu Weihnachten verschenken möchte, der ist wohlmöglich auf dem Tollwood Festival in München richtig. Auf der Theresienwiesn, wo im Herbst das Oktoberfest stattfindet, tummeln sich auch zweimal im Jahr (Sommer und Winter) unzählige Ständchen mit Essen und Handwerk aus aller Herren Länder. Ich war gestern mit Steffi und Nati das erste mal dort. Beim reingehen bekam ich gleich einen “cognitive overload”. Es ist unmöglich da in zwei Stunden alles zu sehen. Wir haben grad mal ein paar Ständchen besucht. Allein für den “Bazar” würde man glaub ich den ganzen Abend brauchen. Nati brauchte aber nur 10 min. um dort eine Tasche zu finden, die sie dann auch prompt gekauft hat. Das Festival vermittelt vielleicht nicht direkt “Weihnachtsfeeling”, aber obwohl so viel los ist, find ichs doch irgendwie ruhig – echt ein Erlebnis. Ich werde sicher noch ein paar mal hinschauen und vielleicht noch das ein oder andere Geschenk finden.


Noch 4 Wochen!

November 24, 2008

Jetzt sinds noch vier Wochen, die ich hier in München verbringe. Mir daugts da wirklich, aber i freu mi auch schon sehr auf zuhause. Meinen Schatz hab i des WE auch wieder net wirklich lang ghabt. I brauch jetzt momentan grad die Geborgenheit von zuhause. Aber diese Woche gehts ja schon los mit den Weihnachtsmärkten *freu!!*

Und: Einer meiner Chefs hat mich angesprochen ob ich nicht bei der Weihnachtsfeier singen will. Hab mich natürlich sehr gefreut drüber. Wenn sich was gutes ergibt (Duett oder mit Band oder Klavier) dann mach ichs.


Wintereinbruch und Fortgehen in München

November 23, 2008

Ich hab ja fast schon nicht mehr daran geglaubt, aber dieses WE bin ich wirklich mal gscheit fortgegangen in München. Eigentlich hätt ich ja wieder vorgehabt das WE zuhause zu verbringen. Da Peter aber einige hundert km auf ein Testauto der Firma fahren musste, haben wir die Gelegenheit gleich genutzt um nach München zu düsen.

Am Freitag bin ich nach Hause gefahren, am Samstag Abend schon wieder nach München. War ja nix fix, drum bin ich trotzdem heimgefahren. Jedenfalls hat die Hinfahrt etwas länger gedauert weil die Autobahn schneebedeckt war. Teilweise waren wir mit 60 km/h unterwegs. Nur keinen Unfall bauen. Wir habens dann doch noch ins Hofbräuhaus geschafft. Danach wieder ins Hard Rock Café.. Auch diesmal sind wir anschließend noch in die Kultfabrik gefahren. Zu meinem Erstauen war ich diesmal gar nicht müde und wir waren bis 6:00 Uhr früh unterwegs. War richtig toll gestern. Leider haben mich die Jungs jetzt am Sonntag Nachmittag schon wieder alleine gelassen. Ich muss mir für den Rest des Tages noch was überlegen. Vielleicht besuch ich noch Steffi und Astrid.


Einmal noch neuen Mut fassen

November 17, 2008

5 Wochen noch im Praktikum. Einmal noch neuen Mut fassen.

Hatte grade ein Gespräch mit dem Chef. Ich weiß, dass ihm mein Ergebnis nicht besonders gefällt, da ich aber Angst hatte negativ bewertet zu werden, habe ich ihn darauf angesprochen. Er wird mich nicht negativ bewerten, jedoch findet er das Ergebnis auch nicht besonders “prickelnd”. Mit diesem Wissen kann ich mich nur noch schwer zur Arbeit motivieren. Ich sitze da und schaffe es nicht Texte zu formulieren weil ich weiß sie kommen in das nicht so tolle Programm.

Tut mir im Moment nicht besonders gut das ganze. Bin nervlich schon sehr an der Grenze. Daran ist aber nicht das Praktikum allein schuld.


So richtig glücklich ist er damit nicht..

November 13, 2008

Ich kanns echt schon nicht mehr hören. Jetzt dachte ich das Programm fertig zu haben und dann geht das wieder von vorne los. “So richtig glücklich bin ich damit nicht”. Ich bin es auch schon leid.


Babyschaun

November 12, 2008

Heute hama babygschaut. Mei Kollege da Claus hat sein kleinen Sprößling mitgehabt. Ist ja erst im Oktober geboren und jetzt war sei Frau mal mit dem Baby da. Wir haben ihm gratuliert und ein paar kleine Geschenke überreicht. Hat echt meinen Tag erhellt des kleine Mäderl!